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Radiomisere - Quote oder Charta?

In die Diskussion um angemessene Berücksichtigung von Schweizer Musik an den SRG-Radios ist im Rahmen der RTVG-Revision Bewegung geraten. Bereits im Ende 2002 veröffentlichten Gesetzesentwurf fand unser Anliegen einen gewissen Nieder-schlag. Auf politischer Ebene hat unsere Quotenforderung nun in die vorberatende parlamentarische Kommission Einzug gehalten. Auch von Seiten der SRG sind neue Töne zu hören. Generaldirektor Armin Walpen schlägt die Ausarbeitung einer einver-nehmlichen Charta vor und fordert im Gegenzug die Rücknahme unserer Quotenfor-derung.

Dieser Vorschlag, mit dessen Umsetzung Radiodirektor Walter Rüegg betraut ist, ändert jedoch an unserer Stossrichtung wenig. Denn: Solange diese Charta nicht konkrete und verbindliche Lösungen aufzeigt, muss unsere Quotenforderung bestehen bleiben. Gerne sind wir jedoch bereit, uns kooperativ und konstruktiv an den Charta-Gesprächen zu beteiligen. Nur wenn die Charta bis zum Beginn der Parlamentarischen Debatte nachweislich einen gangbaren Weg weist, werden wir unseren politischen Vorstoss zurückziehen. Doch bis es soweit ist, bleibt für uns die Quote das einzige praktikable Mittel, um die anhaltende Untervertretung der Schweizer Musik an den SRG-Radios zu beseitigen.

Die Stimme von «idée suisse - wir wollen taten hören» hat Gewicht. Inzwischen unterstützt auch der Schweizer Musikrat SMR vorbehaltlos unsere Ziele, womit sämtliche Schweizer Musikverbände und Institutionen mit ca. 500'000 Mitgliedern hinter unserer Forderung stehen. Dies durchaus im Sinne eines starken Service public, einer starken «idée suisse» - und einer starken Schweizer Musikszene.

Bruno Marty, Präsident «idée suisse - wir wollen taten hören»
Mai 2003

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